Die Forschungsfrage

Auf Basis des Kultivierungsansatzes und der Themtik der Zukunftsängste unter der wir den Kultivierungsansatz stellten, haben wir zunächst die folgende Forcungasfrage entwickelt:

 

Werden durch den Konsum von dystopischen Filmen und
Serien Zukunftsängste kultiviert, die den Inhalten dieser Formate entsprechen?


Was ist eine Dystopie?

Bei einer Dystopie handelt es sich um ein audiovisuelles Medium in Form eines Films oder einer Serie, welches eine negative Zukunft zeigt, wobei Mensch immer die Ursache der Zukunftsszenarien darstellt.


Was vermitteln dystopische Unterhaltungsmedien?

Die Thematiken dystopischer Filme und Serien behandeln negative Zukunftsvisionen, die durch die heutigen Taten der Menschen (wie beispielsweise die Verschmutzung unseres Planeten) hervorgerufen wurden. Nach der Soziologin Leila Akremi beinhalten dystopische Unterhaltungsmedien vier Zukunftsszenarien (Angstsettings):

 

1. Die Einschränkung der individuellen Freiheit

(Totalitarismus)

2. Maschinenherrschaft und Maschinen als menschliches Ebenbild oder Simulation (Konkurrenz zwischenMensch und Technik)

3. Die Ausrottung der Menschheit durch Krieg und Naturkatastrophen (Super-Gau),

4. Gewaltverdrängung und Gewaltverherrlichung (Eskalation von Gewalt).


Dem Puls der Zeit folgend erwies es sich als sinnvoll, ein eigens definiertes Szenario zu ergänzen, in welchem sich auch Filme wie The Circle oder die prämierte Serie Black Mirror wiederfinden. Die Medien stellen in diesem Szenario die Dystopie dar, da die Menschen beispielsweise ihre Privatsphäre opfern, um alle Daten online zu stellen. Durch diese Erweiterung eines fünften Zukunftsszenarios schließen wir auch neue, dystopische Filme und Serien ein, welche vor allem in den letzten Jahren produziert wurden oder momentan von der Unterhaltungsindustrie in Planung sind. Somit kann eine vollständige Untersuchung der aktuellen dystopischen Unterhaltungsmedien vorgenommen werden. Mittels einer intensiven recherhce und einer Inhaltsanalyse ließ sich demnach folgendes Szenario ergänzen:

5. Das freiwillige Preisgeben von privaten Daten und Social-Media Perfektion (Mediokratie)


Der Kultivierungsprozess durch Metabotschaften

Die beschriebenen Szenarien repräsentieren die Ängste vor zukünftigen Gegebenheiten. Sie werden von den Zuschauern aufgenommen und können kultiviert werden. Dabei spielen bestimmte Botschaften (dystopische Metabotschaften) eine wichtige Rolle. Diese werden beim Rezipieren an den Rezipienten vermittelt und können sowohl die Wahrnehmung in der Realität über bestimmte Gegebenheiten, als auch die Einstellung über eine positive oder negative Zukunft und das zukunftsgerichtete Verhalten beeinflussen. Die folgende Grafik soll den Kultivierungsprozess

und die Übertragung der Metabotschaften nochmal veranschaulichen: